dinamlex-Font

Peter Weiss (Ljubljana) hat als erstes Projektergebnis den Font dinamlex vorgelegt. Der UNICODE-Font wurde von ihm auf Basis der Linux Libertine von Philipp H. Poll entwickelt und um die für Lautschriftcodierungen im WBÖ und in der HkDb benötigten Zeichen ergänzt. Aufgrund des hohen Stellenwertes der Beschreibung der phonetischen Realisierung eines Wortes im WBÖ wurde ein ausgeklügeltes System zur Kodierung von Lauterscheinungen entwickelt, das auch für die Dateneingabe in die DBÖ übernommen worden ist. Außerdem haben mehr als 3000 Sammlerinnen und Sammler deutliche Spuren bei der Verschriftlichung der Belege hinterlassen. Eine Vielzahl von Sonderzeichen (Basiszeichen + mehrere diakritische Markierungen) stellt hohe Anforderungen an das Gesamtsystem.

Die Schriftart ist mit dem Eingabesystem ZRCola kompatibel, das am Wissenschaftlichen Forschungszentrum der Slowenischen Akademie in Ljubljana entwickelt wurde.

Die Bereitstellung einer derartigen Schriftart stellt darüber hinaus ein großes Desiderat der scientific community dar, weshalb der Font in den Formaten TrueType und OpenType sowie der entsprechende Code Chart zum freien Download angeboten werden wird.

 dinamlex 2007-06-28c (ttf)
 dinamlex 2007-06-28c (otf)
 dinamlex 2007-06-28c Code Chart

Download und Verwendung des Fonts dinamlex sind kosten- und registrierungsfrei. Bei Nutzung des Fonts im Rahmen wissenschaftlicher oder kommerzieller Projekte wird lediglich um eine entsprechende Mitteilung an Eveline Wandl-Vogt gebeten.

Referenzen

Der dinamlex-Font wird im Rahmen dieser Projekte verwendet:

Altdeutsches Namenbuch (ANB)
Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich (DBÖ)
Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich (WBÖ)
Digitaler Wenker-Atlas (DiWA) Informationssystem Sprachgeographie (ISSG)

Warum UNICODE?

Zur Problematik der Zeichencodierung erschien ein anschaulicher Artikel (S. 10-11) im Zoom!-Magazin 04/2007.